Ganz schön hygge ist so ein Tiny House – und dabei zugleich eine hervorragende Kapitalanlage …
Ja, das stimmt. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen so bewusst leben möchten. Daher ist es für Anleger eine lohnende Angelegenheit mit vielfältigen Möglichkeiten. Sie können ein Tiny House dauerhaft vermieten oder temporär und es dabei selbst als Zweitwohnsitz oder gelegentliches Wochenendhäuschen nutzen. Hinzu kommt: Günstiger Wohnraum ist knapp, die Suche danach groß. Zurzeit werden immer mehr Campingplätze umgerüstet und es entstehen richtige Tiny House Parks. Mit der Verpachtung der einzelnen Parzellen beziehungsweise Vermietung von eigenen Tiny Houses wird eine erstaunlich hohe Rendite aufgrund der geringen Investition erzielt. Diese geringe Investition macht das Tiny House auch in Verbindung zu einem konventionellen Haus besonders beliebt für Kleinanleger.
Gute Perspektiven finden sich sicher auch im Tourismus, oder?
Genau, viele Touristen freuen sich über eine besondere Unterkunft, die zugleich noch richtig kuschelig und komfortabel ist. Schließlich bietet so ein Tiny House alle Annehmlichkeiten wie ein behagliches Bad oder eine moderne Küche. Wenn dann noch die Lage stimmt, so wie in unseren Häusern am Weserstrand mit direktem Blick auf das Wasser, dann ist das eine runde Sache. Und gerade die Küstennähe hat es in sich: Ostfriesland mit seiner guten Luft, Strand und Meer ist ja auch bei Urlaubern sehr beliebt. Die von uns klimaneutral produzierten Häuser eignen sich hervorragend für Minimalisten, aber auch für Abenteurer, die einfach mal ein paar schöne Tage in einem außergewöhnlichen Ambiente verbringen möchten. Der Urlaub im Tiny House ist angesagt. Die touristisch genutzten Häuser sind oft über Monate ausgebucht.
Und zwar nicht nur bei Urlaubern …
Das stimmt. Sofern ich das Tiny House temporär vermiete, habe ich natürlich auch die Möglichkeit mit meiner eigenen Familie dort einen Urlaub zu verbringen, oder es auch einfach nur als Homeoffice oder Rückzugsort zu nutzen.
Wie sieht es mit einem geeigneten Stellplatz aus?
Wie bereits erwähnt, gibt es immer mehr Stellplätze für die touristische Nutzung des Tiny Houses. Für das dauerhafte Bewohnen gibt es leider noch nicht so viele Möglichkeiten. Die Vorgaben zur Aufstellung eines Tiny Houses sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Landesbauordnung Bayern hat zum Beispiel einen Passus, dass bis 75 m³ Wohnraum verfahrensfrei gebaut werden darf. Die Landesbauordnung Baden-Württemberg enthält eine Experimentier-Klausel. Dort kann für zehn Jahre ein Projekt wie zum Beispiel ein Tiny-Haus-Wohnpark entstehen. Auch die niedersächsische Landesbauordnung wird immer weiter bearbeitet. Der Tiny House Verband Karlsruhe ist jetzt aktuell zu einer Anhörung bezüglich der LBO in den Landtag nach Hannover eingeladen worden.
Gibt es da tolle Erfolgsgeschichten?
Ich bin tatsächlich gerade erst aus Hamburg zurückgekommen, wo ich mich mit einem Investor für mehrere Tiny-Häuser getroffen habe. Das ist ein sehr schönes Projekt in einem kleinen Dorf bei Husum – ideal also auch für die Vermietung an Touristen. Gerade Schleswig-Holstein ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und fördert es, wenn jemand auf minimalem Raum wohnen oder diesen Raum vermieten möchte.
In Niedersachsen kann ich von der Stadt Celle berichten. Dem dort amtierenden Bürgermeister war es eine Herzensangelegenheit, ein Baugebiet für Tiny Houses zu entwickeln. Es ist ganz wunderbar umgesetzt worden.
In Bremervörde ist der Campingplatz am Duxbachtal zu einem Tiny House Park umgerüstet worden. In diesem naturbelassenen Areal beziehen gerade die ersten Bewohner ihre Grundstücke. Auch unsere Tiny House-Modelle sind dort vertreten.
Kleiner Raum, geringe Kosten?
Das minimalistische Wohnen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es ist ein freistehendes Haus mit jeglichem Komfort. Ideal für die immer mehr entstehenden Single-Haushalte. Die kleinere Wohnfläche führt zwangsläufig zu einem geringeren Verbrauch, nicht nur bei Strom, sondern auch bei der Heizenergie.
Immer mehr Menschen entscheiden sich ganz bewusst dazu, ihre Wohnfläche zu verringern, um dadurch ihren Energiebedarf zu reduzieren und ressourcenschonend zu leben.
Und die Ausstattung?
Wir produzieren in Oldenburg vier Modelle. Bei der Innenausstattung gibt es vielfältige Möglichkeiten. Ganz nach Wunsch des Kunden. Dusche oder Badewanne, welche Küche und welches Spülbecken, Laminat oder Parkett, hochwertige Tapete oder Naturholz. Am Schluss darf man sich über ein individuelles Tiny-House freuen.