Generationenkonflikte können sich auch im Garten bemerkbar machen. Während die Älteren mehr Wert auf selbst angebautes Gemüse legen, suchen die Jungen eher ruhige Chill-Areas in Hängematten oder Strandkörben. Oder ist es eher anders herum? Mit einigen Handgriffen gelingt eine grüne Oase für alle Familienmitglieder mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen. Dabei ist die gesamte Größe des Gartens nicht entscheidend. Auch in kleineren Grünanlagen kann man sich unterschiedliche Bereiche einrichten.
Gemeinsame Zeit im Grünen
Wichtig für einen Familiengarten sind Bereiche, in denen man zusammenkommen kann. Kleine Sitzecken, die neben einem Grill oder einer Feuerstelle angeordnet sind bspw. Gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsames Grillen unter freiem Himmel fördern die Zufriedenheit und den Zusammenhalt. Auch Spielbereiche für die Kinder sollten natürlich nicht fehlen, ausgestattet mit Sandkasten, Schaukel oder auch einem Planschbecken. Dabei sollten diese Sachen so angeordnet sein, dass die Kinder zwar für sich spielen können, man sie aber dennoch nicht aus den Augen verliert. Der Kinderspielbereich sollte dabei relativ viel Platz in Anspruch nehmen, denn Kinder brauchen Platz zum Toben und zum Entfalten.

Gärtnern für die ganze Familie
Obst und Gemüse anzubauen muss nicht nur Oma und Opa Spaß machen. Im Familiengarten sollte man daher auch Platz für einen kleinen Nutzgarten schaffen. Den Kleinen bringt das eine wichtige Sensibilisierung für Lebensmittel und der gesamten Familie eine lebendige Freizeitgestaltung und gesunde, frische Produkte auf den Teller. Ein extra Gemüsebeet, um das sich nur die Kinder kümmern können, stärkte ihr Selbstbewusstsein. Denken Sie an einen Geräteschuppen in der Nähe sowie ausreichend Sitzgelegenheiten, damit man sich während der produktiven Ernte oder der Aussaat auch mal ausruhen kann.
Das Auge genießt mit
Neben einem praktischen Nutzgarten sollten Sie natürlich auch die Optik des Familiengartens nicht aus den Augen verlieren. Bunte Blumen, Beete, Hochbeete, kleinere Büsche und größere Bäume sorgen für einen optisch ansprechenden Stilmix, bieten Rückzugsräume und laden zum Entspannen ein. Auch hier kann gemeinschaftliche Gartenpflege zum Zusammenhalt beitragen und die Wertschätzung der Pflanzen und der Natur steigern. Auszeit unter freiem Himmel Neben all der Arbeit, die so ein Garten mit sich bringt, sollten Sie ihn auch als Ruhe-Oase betrachten. Schaffen Sie hierfür ausreichend Platz. Liegen, Hängematten, vielleicht sogar ein kleiner Teich, an dem beruhigend das Wasser plätschert. Mit einem guten Buch, einer Tasse Tee oder Kaffee oder einfach nur für ein kurzes Nickerchen im Grünen. „Me-Time“ ist hier das Stichwort. Denn bei all der Gemeinsamkeit, die so ein Familiengarten mit sich bringt, sollte man sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse auch nicht aus den Augen verlieren.
von Andreas Unterberg